200 Jahre

Im Jahr 2017 jährt sich zum 200. Mal die Unterzeichnung des Grundsteuerpatentes durch Kaiser Franz I., mit dem der Grundstein für die Einrichtung des Katasters in Österreich und in den Ländern der ehemaligen österreichisch-ungarischen Monarchie gelegt wurde.



Der Franziszeische Kataster (1817-1861) Vor 200 Jahren, am 23. Dezember 1817, ordnete Kaiser Franz I. im Grundsteuerpatent eine neue gerechte Grundsteuer an. Basis dafür war die Vermessung aller Grundstücke des gesamten Staatsgebietes mit dem Messtisch. Zwischen 1817 und 1861 wurden 300.000 km² und mehr als 50 Millionen Grundstücke in ca. 30000 Katastralgemeinden vermessen und ihre Grenzen in der sogenannten Urmappe auf ca. 165000 Mappenblättern festgehalten. Die Ergebnisse der Vermessung und die Grundlage für die Bemessung der Grundsteuer waren die Urmappe, die Parzellenprotokolle, Grenzbeschreibungen sowie die Steuerklassifizierungen. Es entstand der erste umfassende moderne Liegenschaftskataster.

Er verband eine Modernisierung der Grundsteuerbemessung (die amtliche Bewertung der Parzellen je nach Kulturgattung) mit der erstmals exakten Vermessung und kartographischen Darstellung der Grundstücke in der gesamten Monarchie. Diese Arbeiten wurden in den einzelnen Kronländern zu verschiedenen Zeiten durchgeführt, in Österreich unter der Enns (Niederösterreich, einschließlich Wien) beispielsweise 1817-1828; insgesamt waren die Arbeiten 1861 vollendet.

Die Urmappe Das eigentliche Kartenwerk des Franziszeischen Katasters bilden die Mappenblätter der Urmappe. Sie sind noch heute eine unschätzbare Quelle für topographische, siedlungskundliche und naturwissenschaftliche Fragen und die Urmappe gilt als Kulturgut nach der Haager Konvention.

Für jede Katastralgemeinde wurde eine eigene Mappe angelegt, die meist aus mehreren Blättern besteht. Als Abbildungsmaßstab wurde 1: 2880 gewählt, damit entsprach 1 Zoll in der Mappe 40 Klaftern in der Natur. Als Folgemaßstäbe wurden im Hochgebirge 1: 5760 und in Stadtgebieten fallweise 1: 1440 verwendet.
Die Mappen sind sehr detailreich und genau gezeichnet, beschriftet und koloriert. Da der Kataster aber in erster Linie der Steuererhebung diente, wurde besonders auf die Genauigkeit der Parzellengrenzen und die Kennzeichnung der Kulturgattungen Wert gelegt.

Die Führung des Katasters Die Führung des Katasters ist seit dem Evidenzhaltungsgesetz aus 1883 gesetzlich geregelt. Seit 1. Jänner 1969 ist das Vermessungsgesetz die gesetzliche Grundlage für die Anlegung und Führung des Grenzkatasters.

Die Grenzvermessungen und die Pläne der Vermessungsbefugten sind die Grundlage für die Aktualisierung der Daten im Kataster, die bereits seit 1985 in der Grundstücksdatenbank zusammen mit den Daten des Grundbuchs gespeichert und öffentlich zur Verfügung stehen. Seit 2004 ist auch die Katastralmappe als der grafische Teil des Katasters in Form der Digitalen Katastralmappe vorhanden.

Die Aufgabe zur Führung des Katasters ist gesetzlich den Vermessungsämtern zugeordnet, die mit einem modernen Katasterführungssystem die Daten aktuell halten.

Der Kataster 2017 Der Kataster in Österreich ist die Dokumentation der Lage der Grenzen von über 10 Millionen Grundstücken und zusammen mit dem Grundbuch bildet er das Eigentumssicherungssystem in Österreich. Neben dem ursächlichen Zweck - für die Besteuerung - dient insbesondere der Grenzkataster auch der rechtlichen Sicherung der Grundstücksgrenzen. Die Daten des Katasters sind öffentliche Daten, die jederzeit online über das BEV- Portal www.bev.gv.at verfügbar sind.

Der Kataster ist in vielfacher Form im Bereich der öffentlichen Verwaltung und in der Wirtschaft genutzt und Basis für zahlreiche Folgeanwendungen:

  • Im Grundstücksverkehr
  • In der Raumplanung in Form der Flächenwidmungs- und Bebauungspläne der Gemeinden
  • In der Bodenschätzung in Form der Digitalen Bodenschätzungsergebnisse
  • Im Agrarbereich als Grundlage für Subventionen


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Events

Im Jubiläumsjahr 2017 wird das BEV folgende Veranstaltungen zum Thema "200 Jahre Kataster" organisieren:

Venue: BEV, Schiffamtsgasse 1-3, 1020 Vienna, 8th floor

“Tradition and Innovation in Cadastre: Contradiction or Motivation? “

The cadastre is characterized by tradition and the legal and social framework of a state. Changes often happen very slowly.

2017- we live in a digital age, the expectations of users have changed greatly and we, as the responsible surveying authorities, have to devote ourselves to the topic innovation for the solution of questions concerning the future.

How do we tackle the challenges of transparency, legal certainty, speed, efficiency, online services, etc?

How have the purpose and the application of the cadastre changed in our countries since the monarchy? How do we react to the challenges of the digital world?

Schedule of the Meeting

17th May 2017

15:30 Meet at the Lobby of the Hotel Mercure

15:45 Walk to Schottenstift, Vienna, Freyung 6

16:30 Unveiling of the memorial plaque at the Crypt of the Schottenstift 

18:00 Welcome reception at Restaurant Zattl, Freyung 6


18th May 2017

9:00 – 9:30 Opening, Welcome Address

9.30 - 10.00 Presentation from Austria

10.00 - 10.30 Presentation from Czech Republic

10.30 - 11.00 Coffee break

11.00 - 11.30 Presentation from Slovakia

11.30 - 12.00 Presentation from Hungary

12.00 - 12.30 Presentation from Slovenia

12.30 - 13.30 Lunch at BEV Restaurant

13:30 – 15:30 Break

15:30: Meet at the Lobby of the BEV

15:30 – 17:00 Guided Tour at the “Heeresgeschichtliches Museum”

18:00 Dinner at “Salmbräu”


19th May 2017

9:00 - 9:30 Presentation from Südtirol

9.30 - 10.00 Presentation from Trentino

10.00 - 10.30 Coffee break

10:30 - 11:00 Presentation from Friaul - Julisch Venetien

10.30 - 11.00 Presentation from Croatia

11.00 - 11.30 Closing Remarks

12:30 – 13:30 Lunch at BEV Restaurant

End of the Fachtagung


Venue: BEV Headquarters, Vienna

“Tradition meets Innovation”

5 October 2017

9:00-10:30 Opening Session

11:00 -12:30 Session 1: Tradition, a value for Sustainability?

Tradition, which was a value for sustainability, security and trust, is now confronted with the pressure for innovation and fast changes. Is this a contradiction or is it the motivation for development? Can a Cadastre- organisation come over with these challenges? Driven by technology the European landscape is changing, as is the need for location related information.

13:30-15:00 Session 2: The change of the Purpose of the Cadastre

Cadastre is characterized by tradition and embedded in the legal framework and the rules of society of a country. As an important pillar stone of a state it has changed the role from taxation to a multipurpose aspect. Following the requirements of a society in the past the Cadastre has constantly legally and technically developed.

15:30-17:00 Session 3: Challenges of the Digital Era

Since the last years the challenges of the digital era are growing extremely, new technology is influencing the requirements of the society, of the economy and the citizens of a modern state and the traditionally constant but slow development is influenced by enormous and a fast changing technology and changing expectations of the users.


6 October 2017

09:00-10:30 Session 4: Permanent Need for Innovation

A spatially enabled society has the need for transparency, efficiency, online access and services 7 days a week, 24 hours a day, cross border services and also international developments have a great impact on C+LR. There is a permanent need for innovation.

11:00-13:00 Session 5: Future Aspects

Let’s talk about the future of the cadastre: research and development has to be combined with marketing expertise in order to focus on satisfying consumers' wants and needs, the ongoing discussions on topics like 3/4d-cadastre, integration of services, value added functions (production costs, location, time, control), ..



Hier finden Sie ein vorübergehendes Programm.



Bitte fuellen Sie das Anmeldeformular aus und senden Sie uns Ihre Daten.

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Hier steht in Kürze mehr Information zur Veranstaltung.
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Hotels

Wir haben für sie Zimmer in Hotels in der Nähe des Tagungsortes unter dem Kennwort “BEV” reserviert.

Die Reservierungen können bis zum 5. September 2017 aufrecht erhalten bleiben.

Bitte buchen sie direkt beim Hotel.



Hotel De France:  Einzelzimmer 125€
Adresse:  1010 Wien, Schottenring 3;
Entfernung vom Tagungsort: 1100 m (14 Minuten zu Fuß oder 2 Haltestellen mit der Straßenbahn oder 1 Station mit der U-Bahn)
Webseite: https://www.gerstner-hotels.at/hotel-de-france/index.html
Reservierung an: reservation2@hoteldefrance.at



Hotel Mercure Wien City: Einzelzimmer 115€
Adresse:  1020 Wien, Hollandstraße 3;
Entfernung vom Tagungsort: 600 m (7 Minuten zu Fuß)
Webseite: http://www.mercure.com/de/hotel-1568-mercure-wien-city/index.shtml
Reservierung an: H1568@accor.com



Hotel Meininger: Downtown “Sissi” oder “Franz"
https://www.meininger-hotels.com/de/hotels/wien/
Die beiden Hotels Meininiger können Sie jederzeit buchen. Wir haben dort keine Reservierungen. Die Hotelpreise variieren von Tag zu Tag.



Nach allen Hotels in Wien können Sie auf dieser Seite von Wien Tourismus suchen: https://www.wien.info/de/hotels.

Kontakt

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Bitte geben sie zusätzlich die angezeigten Ziffern ein:78349
 

Impressum

Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz

Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV)
Schiffamtsgasse 1-3
1020 Wien

Aufsichtsbehörde: Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft





















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